Tollensetal 1300 v. Chr.

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Artikelnummer: AiDSH2019 Kategorie: Schlagwörter: , , , ,
Zusatzinformationen: 112 S. mit 117 Abb., 21 x 28 cm, kart. Ausgabe: 19/2020 Erscheinungsdatum: 2020-08-10 Art: Print Verlag: wbg Theiss Zeitschrift: Archäologie in Deutschland

Beschreibung

Sicher wurde der Krieg nicht im heutigen Mecklenburg-Vorpommern »erfunden«. Aber in einem Flusstal im Nordosten dieses Bundeslandes fand um 1300 v. Chr. ein großer Gewaltkonflikt statt, dessen Überreste im feuchten Boden ausgezeichnet erhalten geblieben sind. Seit 2009 arbeitet ein Team aus Archäologen, Anthropologen, Forensikern und Naturwissenschaftlern daran, die Ereignisse aufzuklären, die zur Entstehung dieser außergewöhnlichen Fundsituation geführt haben. Anhand der mittlerweile gesammelten Informationen lässt sich in groben Zügen ein Szenario des Konfliktes im Tollensetal entwerfen. Danach erstreckte sich der Kampf über eine Distanz von mindestens 1,5 km entlang des Westufers des Flusses. Am Ende des Konfliktes müssen auf einem relativ schmalen Streifen entlang der Tollense mehrere Hundert Leichen gelegen haben.

Mit Beiträgen der Mitwirkenden und vielen Fotos dokumentieren die Autorinnen und Autoren nicht nur die groß angelegten Ausgrabungsarbeiten, sondern entwerfen auch ein Bild des Szenarios, das sich an diesem Flusstal abgespielt haben mag.

  • Bronzezeit in Deutschland: wie der Fund im Tollensetal unseren Blick auf die Ur- und Frühgeschichte verändert
  • Teamleistung der Forscher: wie Archäologen, Anthropologen, Forensiker und Naturwissenschaftler gemeinsam die Geschehnisse rund um das Schlachtfeld aufdecken
  • Die Methoden der Archäologen: wie mit Metalldetektoren und durch den Einsatz von Tauchern tausende Skelett- und Gegenstandsfunde zu Tage gefördert werden
  • Wettlauf gegen die Zeit: warum moderne Entwässerungsmaßnahmen die archäologische Arbeit auf dem prähistorischen Schlachtfeld erschweren

Bronze-Funde und Pfeilspitzen aus Feuerstein: Was das Schlachtfeld uns heute über die Bronzezeit verrät

Lange Zeit herrschte die Meinung, dass es in der Bronzezeit eher friedlich zuging. Die Überreste der an der Tollense gefallenen Krieger sprechen jedoch eine andere Sprache: Pfeilspitzen, die noch nach Jahrtausenden fest in Knochen stecken und zahlreiche Waffenfunde erzählen die Geschichte einer heftigen Auseinandersetzung. Verheilte Verletzungen zeugen von der Kampferfahrung der Krieger. Eine Isotopenanalyse deutet darauf hin, dass ein Teil der Opfer nicht aus der Region stammt.

Thomas Terberger gibt faszinierende Einblicke in die archäologische Feldarbeit und lässt eine außergewöhnliche Fundsituation in Beiträgen und Bildern greifbar werden!